„Ich und du und wir"

Im Qualitätsprogramm für unsere Schule haben wir einen Schwerpunkt „Förderung von sozialen Kompetenzen" gesetzt. Die Umsetzung dieses Schwerpunktes ist getragen von dem Präventionsprogramm „ich und du und wir", das wir in Zusammenarbeit mit dem IFB (Institut für schulische Fortbildung und schulpsychologische Beratung des Landes Rheinland-Pfalz) durchführen. Es ist kein Ersatz für erzieherische Gespräche und Maßnahmen, die wie bisher weitergeführt werden.

Hinzu kommen verbindliche Vereinbarungen, die wir innerhalb der Gesamtkonferenz - also unter Mitbeteiligung der Schüler- und der Elternvertretung - aufstellen.

Ziel des Programmes:

Dieses strukturierte, kontinuierlich durchzuführende und präventive Programm fördert das soziale Lernen in den Klassen 1 bis 4.

Konkrete Umsetzung:

Wir beginnen ab November 2005 in den Klassen 1 bis 4 mit einer Interaktionsübung pro Woche. Die Auswahl und Organisation der Übungen liegt in der Verantwortung der jeweiligen Klassenlehrerinnen. Halbjährlich treffen wir uns im Kollegium zu einem Feedback.

Der Erwerb von Wissen, die Bereitschaft zu Leistung, steht in einem Zusammenhang mit der eigenen Befindlichkeit innerhalb der Gruppe,in einem engen Zusammenhang mit der Frage: „Wie wohl fühle ich mich?"

Das Selbstwertgefühl gilt als Dreh- und Angelpunkt für andere soziale Kompetenzen und auch für die eigene Anstrengungsbereitschaft.

Sicher lohnt es sich, dass wir uns auf diesen Weg begeben und in vielen kleinen Schritten das soziale Lernen üben! 

Aufbau:

In Übungen erleben die Kinder Erfahrungen zu den Bereichen „ich", „du" und „wir".

Ich:

  • Schritt  1 :  Selbstwahrnehmung und Wissen über sich selbst
  • Schritt  2 :  Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen
  • Schritt  3 :  Kreativität und Fantasie
  • Schritt  4 :  Bewältigung von Stress und (negativen) Emotionen
  • Schritt  5 :  Genuss

Du:

  • Schritt  6 :  Wahrnehmung eines anderen Menschen
  • Schritt  7 :  Kommunikation
  • Schritt  8 :  Kooperation
  • Schritt  9 :  Interaktion Jungen - Mädchen

Wir:

  • Schritt 10:  Werte- und Normenbewusstsein
  • Schritt 11:  Handlung und Entscheidung
  • Schritt 12:  Kritisches Denken und Standfestigkeit
  • Schritt 13:  Problembewältigung
  • Schritt 14:  Konfliktbearbeitung

Methode

  • Interaktionsübungen
  • aktivieren die Selbsttätigkeit der Kinder
  • dienen der Gruppenentwicklung und der Ich-Beteiligung
  • zeigen die Notwendigkeit von Regeln und Verabredungen auf
  • fördern Kontakt, Kooperation, Wahrnehmung, Vertrauen, Rückmeldung und Angstabbau

Regeln

  • Niemand wird gezwungen mitzumachen. (Diese Regel gilt nur für die Interaktionsübung, nicht für die anderen Teile des Unterrichtes!!).
  • Bei der Auswertung spreche ich in der Ich-Form, es gibt kein „richtig" und „falsch", keine Bewertung und keine Interpretation.
  • Verabredungen über Vertraulichkeit werden eingehalten.